Willkommen

auf der Seite vom Heimatverein Wölfelsdorf, einem Dorf in der Grafschaft Glatz/Niederschlesien, aus dem die deutsche Bevölkerung 1946, nach dem zweiten Weltkrieg vertrieben wurde.

 

Kirche und Schloss

Heimat, das ist Land und Besitz, das ist Elternhaus und Kindheit und Familie, das ist Geschichte und Kultur, das ist Beruf und das sind die Menschen denen ich verbunden und verpflichtet bin; und Heimat, das ist durch all dies die lebendige Begegnung mit meinem Gott.

Alfred Delp

aus: Chronik von  Wölfelsdorf

Blick von Maria Schnee auf Wölfelsdorf

Neuigkeiten von Heinz-Peter Keuten

Lieber Heimatverein, liebe Wölfelsdorfer,

zwei Neuigkeiten aus dem herbstlichen Wölfelsdorf – ein „Abschied“ und ein Neuzugang in bzw. an der Kirche! Verabschiedet hat sich vorübergehend Papst Gregor. Nachdem schon der Altar und das Taufbecken in den vergangenen Jahren in einer Restauratorenwerkstatt in Breslau renoviert und neu vergoldet wurden und nun in neuem Glanz erstrahlen (s. Fotos), war jetzt die Statue von Papst Gregor an der Reihe. Schon vor einiger Zeit wurde sie abgenommen (s. Foto mit der vakanten Stelle links vom Altar und eine Nahaufnahme der Statue), bevor sie nun ihre Reise nach Breslau angetreten hat. Hoffen wir, dass sich Papst Gregor wieder in bester Form zeigt, wenn er von seinem dortigen Exil zurückkehrt.

Einen Neuzugang hat es hingegen auf dem deutschen Lapidarium hinter der Kirche gegeben. Vor einigen Wochen hat mein Nachbar (ehem. Grunwald-Haus) bei der Renovierung einen alten deutschen Grabstein im Schuppen gefunden. Die Aufschrift lautet: „Hier ruht in Gott unser lieber Vater, der Bauerauszügler Franz Herfurth, geb. 29. Sept. 1836, gest. 22. Mai 1907. Herr gib ihm die ewige Ruhe!“  In Absprache mit Pfarrer Prochera haben wir ihn heute (12.10.21) wieder dorthin zurückgebracht, wo er hingehört, nämlich auf den Kirchhof. An der linken Seite des Lapidariums , seitlich des Hochkreuzes, war noch ein Platz frei, dort hat der massive Stein seine hoffentlich letzte Ruhestätte gefunden. Anbei einige Fotos von dem „Neuzugang“ auf unserem Lapidarium.

Was das Projekt der Anbringung eines Regenschutzdaches auf der Kirchenmauer auf der anderen Seite des Lapidariums, wo eine Reihe deutsche Holzkreuze an der Mauer angebracht sind, angeht, so hoffen wir, dass (zusammen mit dem Heimatverein) im nächsten Jahr eine Lösung gefunden wird. Und vor allem würde es wohl alle freuen, wenn nächstes Jahr nach längerer Pause wieder mal ein Besuch der Wölfelsdorfer in der Heimat möglich wäre.

Mit herzlichen Grüßen aus der Häämte,

Heinz-Peter Keuten, Wölfelsdorf

 

 

In Gedenken an unsere lieben Verstorbenen

Liebe Heimatfreunde,

gerne erinnern wir an die lieben Verstorbenen aus unserem Heimatort Wölfelsdorf. Wenn du den Heimgang Deiner Lieben an dieser Stelle bekannt geben möchtest, damit sein/ihr Licht in Gedanken weiterleuchten kann, dann sprich uns gerne an. Sendet eure  Eintragung an unsere E-mail: woelfelsdorfer.heimatverein@t-online.de

 

 

„So ist das Wesentliche 

einer Kerze nicht das Wachs, 

das seine Spuren hinterlässt,

sondern das Licht.“

(Antoine de Saint-Exupery)

 

 

Wir trauern um unseren Heimatfreund Paul Franke, der am 16. Mai 2021 verstorben ist.

Aus der Heimat einst vertrieben, die du doch so sehr geliebt. So lautet der Eingangstext der Traueranzeige.

Ja, er hat die Grafschaft Glatzer Heimat geliebt und sobald es nach der Vertreibung möglich war ist er wieder in die Heimat gereist. Mit Hans Exner, Fritz Volkmer und Gerhard Acksteiner hat er viele Fahrten und Wanderungen unternommen. Anlässlich des Gedenkens an 50 Jahre Vertreibung ging er 1996 mit seinen Freunden Hans Exner, Fritz Volkmer und Paul Rupprecht noch einmal den Weg von Wölfelsdorf nach Mittelwalde. Auch mit Reisegruppen besuchte er seinen Geburtsort Wölfelsdorf und weckte bei jungen Mitreisenden das Interesse an der Heimat der Eltern und Großeltern. Hierbei wurden wertvolle Kontakte auch zur jetzigen Wölfelsdorfer Bevölkerung und Pfarrer Prochera geknüpft.

Seit 1993 gehörte er dem Arbeitskreis zur Erstellung der Wölfelsdorfer Heimatchronik an und wurde 1995 zum 1. Vorsitzenden des neu gegründeten Heimatvereins Wölfelsdorf gewählt. 10 Jahre führte er den Verein durch Höhen und Tiefen. In Zusammenarbeit mit Heimatfreunden organisierte er die alle zwei Jahre stattfindenden Heimattreffen in Lippstadt-Hörste, die stets gut besucht waren.   

Wir, die Wölfelsdorfer Heimatgemeinschaft danken für diesen Einsatz.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt Lilo, Ulrike und Georg sowie den Enkeln

Winter 2021 in Wölfelsdorf

 

 

Meine lieben Wölfelsdorfer, Nachfahren und Freunde! Auf Anregung des Heimatvereins schreibe ich heute nach längerer Zeit mal wieder ein paar Zeilen aus unserem lieben Heimatdorf. Die Umstände sind nicht die einfachsten, aber wohl auch nicht viel anders als bei Euch in Deutschland. Tiefster Winter und gleichzeitig tiefste Corona-Krise.

Ja, bald jährt sich zum ersten Mal der Ausbruch der Epidemie in Europa – kaum zu glauben, dass wir nun schon ein Jahr unter diesen Ausnahmezuständen leben. Auch hierzulande sind die Zahlen sehr hoch, umgerechnet auf die Einwohnerzahl sogar höher als in Deutschland. Auch hier sind die Schulen (bis auf die ersten drei Schuljahre) geschlossen, ebenso Restaurants (Essen nur zum Mitnehmen) und Freizeiteinrichtungen, Supermärkte und Einzelhandel haben aber geöffnet (wenn auch von 10-12 nur für Senioren sowie mit Höchstkundenzahl je nach Verkaufsfläche). Die Krankenhäuser in Habelschwerdt und in Glatz-Scheibe sind zu Koronazentren umfunktioniert worden. Zum Glück sind wir aber bisher von den Rekordzahlen aufgrund der neuen Mutationen, wie sie jenseits der Grenze, in Tschechien, erreicht werden, bisher verschont geblieben. Insofern ist auch die tschechische Grenze bis auf Ausnahmefälle geschlossen, während die deutsche Grenze bisher geöffnet ist.

Ich als Lehrer fahre jeden Morgen wie üblich um 8 Uhr zur Arbeit, allerdings in eine leere Schule. Da wird nur im Klassenraum der Dienst-Laptop hochgefahren und dann geht der Online-Unterricht los. Im Gegensatz zu dem Chaos, das laut Medien an manchen deutschen Schulen herrscht, klappt hierzulande der Fernunterricht aber recht problemlos, und nur wenige Schüler nehmen nicht regelmäßig an den Unterrichtsstunden per Internet teil. Als Lehrer hat man technisch in den letzten Monaten vieles dazugelernt. Mehrarbeit bedeutet allerdings, dass die Schüler uns Lehrern nun jeden Abend ihre Hausaufgaben zuschicken sollen, die es dann zu kontrollieren gilt. Da kommen gerne mal 80 bis 100 Hausaufgaben pro Tag zusammen, und manche Schüler schicken ihre Aufgaben auch noch um Mitternacht oder morgens um 6 Uhr. Auch alle Lehrerkonferenzen finden im „virtuellen Lehrerzimmer” statt. Auf der Straße und in allen öffentlichen Gebäuden gilt natürlich, wie in Deutschland, Maskenpflicht und Versammlungsverbot (nur bis zu 5 Personen).

Leider hat die nun schon seit einem Jahr andauerne Epidemie den Nachteil, dass auch die sozialen Kontakte und kulturellen Veranstaltungen quasi zum Erliegen kommen. Offen gesagt, gehe ich seit März 2020 nicht mehr in die Wölfelsdorfer Kirche, weil allgemein in den polnischen Kirchen nicht konsequent auf Masken und Abstand geachtet wird, außerdem aus vollem Halse von der ganzen Gemeinde gesungen wird, als wenn nichts wäre, und schließlich auch noch Mundkommunion praktiziert wird. Stattdessen besuche ich, soweit sie stattfinden, die deutschsprachigen Gottesdienste des DFK Glatz, wo die Teilnehmerzahl überschaubar ist und außerdem Handkommunion praktiziert wird. Auch ist der Wölfelsdorfer Pfarrer in diesem Jahr zum ersten Mal nicht zur Weihnachtskollende durchs Dorf gegangen, entsprechend den Anweisungen des Bischofs. Das alles ist vernünftig im Sinne des Gesundheitsschutzes, dient aber nicht der Verständigung zwischen den Dorfbewohnern.

Von daher kann ich auch nicht viel berichten über irgendwelche Vorkommnisse in Wölfelsdorf. Leider sind hier in Wölfelsdorf (wie wohl auch in Deutschland) in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich viele Menschen, insbesondere ältere Mitbewohner, an oder mit Corona verstorben (u.a. auch die älteste der Wölfelsdorfer Ordensschwestern). Auch an unserem Projekt der Renovierung der Kirchmauer ist im vergangenen Jahr praktisch nichts passiert. Unser Arbeiter hat stattdessen versucht, die Mauer auf der Seite am Schwesternhaus weiter zu renovieren, hat aber selbst diese Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Der Pfarrer ist nicht erfreut, dass es so langsam vorangeht – hoffen wir also, dass dieses Jahr mehr Fortschritte bringt. Da ich sowieso mit der Firma aus Oberhannsdorf in Kontakt treten muss, weil im Frühjahr das Hirschfelder-Denkmal vor meiner Schule in Habelschwerdt renoviert werden soll, hoffe ich, dass ich die Arbeiter dazu bewegen kann, auch das Projekt Kirchhofmauer wieder in Angriff zu nehmen.

Ein ganz aktuelles Thema ist das Wölfelsdorfer Schloss. Der Heimatverein hat mich vor wenigen Tagen kontaktiert und mir mitgeteilt, dass sich der in Spanien wohnhafte Enkel des Grafen von Althann bei ihm gemeldet und nachgefragt hat, wer denn der heutige Besitzer des Schlosses sei (s. Eintrag im Gästebuch). Jeder, der in letzter Zeit in Wölfelsdorf zu Besuch war, weiß, in welch lamentablem Zustand sich die Schlossruine befindet. Wie schön wäre es, wenn sich doch noch eines Tages jemand des Gebäudes annehmen und es vor dem vollständigen Verfall retten könnte. Erst heute (am 12.2.2021) habe ich mit Pfarrer Marian Prochera darüber gesprochen, und auch ihm läge viel daran, wenn es mit dem Schloss wieder bergauf ginge. Er würde sich auch gegenüber der Gemeinde dafür einsetzen und bei der Beschaffung von Geldern aus EU-Fonds, Stiftungen u.Ä. behilflich sein, falls es einen neuen Besitzer gäbe. Nur zur Aufklärung: Das Schloss ist in den frühen 1990er Jahren mit Mitteln des Denkmalschutzamtes notdürftig repariert worden, durch das Jahrhunderthochwasser 1997 aber erneut schwer in Mitleidenschaft gezogen und deswegen 1997 an einen Privatmann verkauft worden, mit der Auflage, sich der Konservierung des Gebäudes anzunehmen. Passiert ist aber seitdem nichts, im Gegenteil, selbst die notdürftigen Konservierungsmaßnahmen (statische Absicherung, Bedachung) sind vernachlässigt worden, so dass heute immer mehr Verfall sichtbar ist und es sogar zu Plünderungen kommt. Es wäre also höchste Zeit, etwas zu unternehmen, und laut Pfarrer ist auch die Gemeinde Habelschwerdt bereit, das Schloss einem neuen Besitzer zu übergeben, wenn dieser sich bereit erklärt, zum Erhalt des Gebäudes beizutragen. Ob sich vielleicht auf Seiten der Familie Althann jemand beteiligen würde? Das würde der Sache sicherlich Auftrieb verleihen. Aber ob das realistisch ist, wird die Zukunft erst zeigen. Für Ideen und Vorschläge sind wir vor Ort jederzeit offen!

Wie dem auch sei, ich habe mich heute trotz Schneetreibens daran gemacht und einige Winterfotos von Wölfelsdorf geschossen, unter anderem vom Schloss und auch von unserer (im Winterschlaf befindlichen) Friedenslinde. Ich hoffe, der/die eine oder andere findet Freude daran und bekommt vielleicht auch Lust, im Sommer (wenn die Umstände hoffentlich wieder besser sind) wieder einmal persönlich nach Wölfelsdorf zu kommen.

 

In diesem Sinne grüße ich ganz herzlich aus unserem Wölfelsdorf und würde mich auch über Rückmeldungen sehr freuen. Bleibt alle gesund und ei Goot’s Nooma,

der eingeschneite „Neu-Wölfelsdorfer”,

Heinz-Peter Keuten (Fam. Lux/Veit)

Suppen

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Wassersuppe Suppen R.  Scholz
01_Graupensuppe Eintopf R. Scholz

Kuchenrezepte

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Rezept Hefeteig Fester Kuchen R. Scholz
Hefeblechkuchen   Ch. Guhling (Lux, Christel)
Eischwerkuchen Fester Kuchen Ch. Guhling

 

Salate

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Salat   W. Hofmann

Hauptspeisen

         

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Oma´s Sonntagsklöße Mittagsgericht

C. Schmidt

Bilderkochkurs Hefeklöße Mittagsgericht

C. Schmidt

Gebroota Puttermelch  

übernommen von

Elfrieda Rathmann

Hefeklöße Mittagsgericht

Ch. Guhling (Lux, Christel)

Heiligabendessen  

J. Exner, (Klapper, Margarete)

 

Bücherbörse – Heimatbücher

Liebe Heimatfreunde,

sicherlich kennt ihr die Situation: Das häusliche Bücherregal quillt schon lange über und dennoch seid ihr auf der Suche nach einem begehrten Heimatbuch. Oder ihr besitzt Heimatbücher aus einem Nachlass, die zum Entsorgen einfach zu schade sind, aber euch nicht wirklich interessieren.

Wir möchten dazu beitragen, dass die Heimatliteratur bewahrt wird und bieten diese Bücherbörse an. 

Über einen Gästebucheintrag kannst du uns gerne informieren. Nach Rücksprache (auch bezüglich Datenschutz und Kontaktdaten) würden wir deine Angebote dann auf dieser Seite veröffentlichen.

Und hier nun die ersten Bücher:

Gegen Erstattung der Portokosten abzugeben.

Anfragen unter Telefon-Nr. 05292 930324 

 

Grüße aus Wölfelsdorf

Eigentlich ……

wären wir jetzt in der Grafschaft Glatz. Doch wegen Corona sind wir alle zu Hause.

Heinz-Peter Keuten schickte vor kurzem die Bilder von unserer Friedenslinde. So können wir wenigstens sehen, dass sie seit dem letzten Jahr gut gewachsen ist.

Ein „Danke schön“ an die Wilkanower, die es während der trockenen Zeit gut gewässert haben.

 

Fotos aus der Schulzeit

Lange hat es gedauert, nun sind sie da, die Bilder aus der Schulzeit. Leider konnten wir bisher noch nicht viele Namen hinzufügen. Deshalb unsere Bitte: Meldet Euch, wenn ihr jemanden erkennt, damit wir die Namen beifügen können. Nur bei einem Bild (Jahrgang 1930/1931) konnten wir fast alle Namen hinzufügen. Gerne schicken wir euch das beschriftete Bild per E-mail zu.