Als mich mein Vater vor circa einem Jahr einmal beiläufig fragte, ob ich eventuell Lust hätte, ihn auf seiner 2. Reise mit einer Reisegruppe aus Erndtebrück in die Grafschaft Glatz im Sommer 2019 zu begleiten, da sagte ich ganz spontan zu, ohne eigentlich zu wissen, auf was ich mich denn da konkret einlassen würde.
Allein der Gedanke, mich auf die Spuren meiner Vorfahren zu begeben, die Gegend zu entdecken, wo mein verstorbener Großvater ursprünglich herkam und von welchem ich immer wieder mal die eine oder andere Geschichte aus der «schlesischen Heimat» hören durfte, fand ich spannend und interessant.
Und genau da kam mir die Frage, was heißt Heimat eigentlich? Das Wort «Heimat» klingt für viele jüngere Menschen eher altmodisch, ja vielleicht sogar unpassend in einer vernetzten und fast schon grenzenlos gewordenen Welt. Was macht sie aus, diese Heimat? Ich selber bin in der Schweiz geboren und aufgewachsen und erlebe die Dreiländereck-Region um Basel als meine Heimat.
50-köpfige Reisegruppe kehrt mit vielen Eindrücken von einer einwöchigen Busreise durch Niederschlesien und das Glatzer Land zurück nach Erndtebrück
Erndtebrück / Polanica Zdroj (früher Bad Altheide). Alle Jahre wieder reisen Heimatvertriebene aus Wölfelsdorf mit ihren wittgensteiner Freunden und weiteren Interessierten in ihre ehemalige Heimat nach Schlesien. Die Reise stand in diesem Jahr unter dem Motto „Begegnungen“.
50 Reisegäste nehmen Abschied von Bad Altheide und der Grafschaft Glatz
wir suchen nach alten Schätzen. Helft uns sie zu bergen. Sicherlich habt Ihr auch solch schöne Erinnerungen. Schickt sie uns zu, damit sich auch andere daran erfreuen können und unsere Seite dadurch bereichert wird.
Und wieder erreichten uns Fotos. Vielleicht schaffen wir es von jeder Wölfelsdorfer Familie ein Foto zu bekommen. Dann können wir Angelas Buch auch noch mit den Familienfotos ergänzen. Somit gäbe es eine komplette Dorfchronik.
Familie Hermann Faber
Familie Hubert Kaluscha
Karl und Anastasia Kaluscha
Ann, Maria und Gertrud Kaluscha, Töchter von Karl uns Anastasia K.
Familie Klar
Hubert und Maria Pietsch mit Luzia, Hedel, Franz, Mariechen und Trude
August und Maria Lux mit Paul, Rosa, Gertrud, Liesbeth und Georg
Familie Josef Quaquil
v. l.: Josef Quaquil, Tante Marie, Onkel Franz, Josef Quaquil, Kind: Josef Quaquil
Franz, Rosa, Maria und Klara Quaquil
Familie Gottschlich vom Dominium Niederhof
Wer erkennt Personen auf den oberen Bildern? Familie Rotter bittet um Nachricht.
Johanna Lauterbach, Katharina Eltner mit Eleonore Klose, Maria SpittelMaria Spittel und Kinder
Hochzeitnachfeier bei Familie Hötzel / Brautpaar Ida Hötzel und Werner Kahl
Profeß von Schwester Hornesta, geb. Maria Hötzel
Auf diesem Bild sind: hintere Reihe: Anna Schroller verh. Brauner, Ernst Schroller, Franz Schroller, Frau Lehmann und Tochter; vordere Reihe: Albertine Schroller geb. Kolbe, Theresia Kolbe geb. Beschorner, die anderen Personen sind leider nicht bekannt
Familie Robert Klapper / Haus Nr. 220
Robert Klapper und Martha geb. Weis; Kinder v. l. : Margarete, Josef, Anastasia, Monika, Alfons und Barbara
Familie Pfeiffer / Haus Nr. 154
hinten v. l. Anna Pfeiffer geb. Zoche mit Sohn Herbert, Albertine Zoche, Philomena Pfeiffer, Anna Urner geb. Pfeiffer mit Tochter Johanna; vorne Maria Pfeiffer mit Magdalena und Gerhard Urner
Ignaz Veit, der Hundertjährige; Maria Veit geb. Laschke mit Tochter AnnaFranz Veit, sen. 1832-1899, Martha Veit, Hedwig Veit, Klara Veit geb. Heptner Frau von Julius Veit, Sohn Franz Veit, Julius Veit, Agnes VeitFamilie Georg Veit Haus Nr. 123Familie Franz Geisler Haus Nr. 235
Martha Geisler mit ihren Kindern: Magda, Alfred, Rudolf, Gertrud, Hildegard und Monika
Familie Alfons Lux Haus Nr. 229
Alfons Lux mit Sohn Alfons, Elisabeth geb. Klapper mit Christine und Gäste
Familie Hermann Ullrich
Hermann und Ida Ullrich, Kinder: v.l. Gertrud, Maria, Elisabeth, Hermann, Georg, Alfred, Ernst und Richard
Familie Josef Tobias Haus Nr. 27a
v.l.: Anna Herrmann, Maria Gauglitz, Josef Tobias sen., Richard Tobias
In den 1850 – 1870er Jahren, zur Zeit der großen Auswanderung, zog es auch Wölfelsdorfer in ferne Länder.
Durch Zufall fand ich beim Suchen nach Angehörigen der Veit – Sippe aus Wölfelsdorf einen Eintrag, der mich neugierig machte.
Es handelt sich um Nachfahren eines Joseph Veit (es gab ja mehrere), der 1852 Franziska Scholz aus Wölfelsdorf geheiratet hat. ( Eltern: Joseph Scholz und Johanna geb. Mann)
Vermutlich sind sie um 1870 mit 10 Kindern nach Amerika ausgereist, da die Kinder alle noch in Wölfelsdorf geboren sind. Ein Teil der Familie wohnte in Missouri, aber auch Colorado wird einmal als Wohnsitz angegeben.
Gibt es wohl noch weitere Wölfelsdorfer die ausgewandert sind? Im Moment wissen wir von zwei Wölfelsdorfer Familien, deren Angehörige ausgewandert sind. Aber es sind bestimmt noch mehr gewesen.
Wir haben das Auswanderer-Museum in Bremerhaven besucht. Leider ist in den Auswanderer-Listen nur das Land eingetragen, nicht der Heimatort. Für die Grafschaft Glatz ist Preußen eingetragen.
Wenn jemand etwas weiß, dann meldet Euch doch mit einer Eintragung im Gästebuch.
Im August 2018 wurde bei Bodenarbeiten in der St. Georg Kirche ein Grabstein aus dem Jahr 1655 entdeckt. Damit stammt der Stein vermutlich aus der Vorgängerkirche.
Er enthält einen relativ langen Text, der wie folgt lautet:
IHS MARIA
ANN° 1655 2 MÄRZ [?] IST IN
GODT SELIG VERSCHIEDEN DER
EHRSAME VND WOHL GEACHTE
HERR TOBIAS BECKER GEWE
SENER AMBTSCHREIBER ALL
HIER IN WELFELSDORF IN DAS
7 JAHR SEINES ALTERS 31 IAR
IM EHESTAND GELEBET 9 IAR GE
ZEVGET 3 KINDER GODT WOLLE
IM VND VNS ALLEN GENEDIG SEIN
CHRISTVS IST MEIN SELIGKEIT
[SCHMERZ] BEISTAND UND GERECHTIGKEIT
AVF [IHN] TV ICH MEIN AVGEN ZV
TREFFE DEN DER MICH ÜBERWIND[EN]
TH[VT]
G. H.
Um den Text zu erkennen, müssen Sie das Bild stark vergrößern.
Es wird nun überlegt, den Stein in der Friedhofs- oder der Kirchmauer sicher zu befestigen.
Im Sommer 2018 konnten wir die ausgeführten Restaurierungsarbeiten am Lapidarium begutachten. Der restaurierte Teil im Bereich des ehemaligen Schwesternhauses befindet sich mittlerweile in einem tadellosen Zustand, wie die folgenden Bilder belegen.
Der brüchige Putz wurde entfernt, die Ziegelsteine gegen Natursteine ersetzt und alle maroden Fugen erneuert.
Außerdem wurden alle Holzkreuze gereinigt und mit einer Holzschutzfarbe versehen.
13 schlesische Teilnehmer einer 51-köpfigen Reisegruppe zeigten ihren wittgensteiner Freunden, Nachbarn und Verwandten ihre Heimat in Niederschlesien, die sie 1946 verlassen mussten. Nicht nur die schöne Landschaft und die kulturellen Sehenswürdigkeiten, sondern auch die freundschaftlichen Beziehungen zum Wilkanower Rentnerverein beeindruckten die Reisegruppe.
Eine 51-köpfige Reisegruppe bereiste kürzlich Niederschlesien mit der Grafschaft Glatz. Neben dem Besuch vieler kultureller Sehenswürdigkeiten stand die Vertiefung der Freundschaft zur Wilkanower Dorfgemeinschaft im Vordergrund der Reise.
„Schön war´s“, das Heimattreffen der Wölfelsdorfer am 26. Mai in Lippstadt-Esbeck.
Das war die einstimmige Meinung der 44 Teilnehmer. So wurde schnell beschlossen, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein Treffen geben soll. „Alpha und Omega“ war die Frage in unserer Einladung und bei soviel Zustimmung organisieren wir gerne ein weiteres Treffen.
Schön war´s, dass wir in diesem Jahr viele Teilnehmer begrüßen konnten, die vorher noch nie an einem Treffen teilgenommen hatten, die sich jedoch schnell in die Gemeinschaft integrieren konnten.
So wurden Bilder hervorgeholt, Bücher durchgeblättert und Erinnerungen ausgetauscht. Auch unsere ältesten Wölfelsdorfer Magda Klapper/Spittel (97) und Rudolph Rother (95)hatten viel zu erzählen und versprachen auch im nächsten Jahr wieder zu kommen. Der Termin möge aber im Juni sein, da er im Mai zur Kur fährt. Bei soviel Elan kann es nur ein weiteres Treffen geben: am 15. Juni 2019.
Danke an unseren Priester Dr. Wolfgang Weber aus Berlin, mit dem wir den Gottesdienst feiern durften.
Lange hat es gedauert, ich hoffte immer noch auf Zusendung eines Berichtes von Euch. Vielleicht schreibt ja maljemand aus seiner Sicht. Es ist noch genug Platz auf unserer Seite.